
Malerische Küsten und exquisite Küche. Die Bretagne ist einfach ein Traum. Wunderbare Küsten, türkises Wasser und das Essen schmeckt! Dieser Beitrag zeigt Euch unsere Etappen durch die Bretagne und bringt euch ein paar schöne Orte näher, damit Ihr das Richtige für Eure individuelle Reise findet.
Highlights und Tipps:
Rosa Granitküste – Ile de Batz – Crozon
Kulinarik

Crêpes & Galettes – Süß oder herzhaft? Während die aus Weizenmehl zubereiteten Crêpes süß daherkommen (z.B. Schokolade, Früchte und Karamellsauce) werden die herzhaften Galettes aus Buchweizenmehl hergestellt und z.B. mit Schinken, Käse und Ei serviert

Moules Frites – In fast jedem Restaurant wird die Kombination aus Miesmuscheln und Pommes Frites in verschiedensten Variationen offeriert – Ausprobieren lohnt sich!

Meeresfrüchte – Austern, Garnelen und Schnecken. An diesen herrlichen Köstlichkeiten kommt man in der Bretagne nicht vorbei

Cidre – Der leichte Apfelwein ist das Nationalgetränk der Bretagne
Tipp: Unbedingt vorher im Restaurant reservieren. Es grenzt an Glück, wenn man abends ohne Reservierung in einem guten Restaurant einen Tisch bekommt. Auch mittags kann es schwierig werden.
Anreise und Planung
Damit sich unsere lange Anreise lohnt, haben wir 12 Tage (19 Tage Urlaub, jeweils 2 Tage für An- und Rückreise) für unseren Bretagne Roadtrip eingeplant. Je nachdem von wo aus man startet, sollten genügend Tage für An – und Rückfahrt einplant werden. Die Bretagne ist eine sehr schöne Region mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Gute Infos über die Bretagne findet in diesem und diesem Reiseführer.
Bei dieser Rundreise haben wir uns auf die Nordküste sowie den Westen dieser wunderschönen Region fokussiert. Unseren Trip haben wir in 6 Etappen aufgeteilt:
- Le Mont Saint-Michel (Normandie) bis Cancale
- Cancale bis Erquy
- Erquy bis Côte de Granit Rose
- Côte de Granit Rose bis Roscoff
- Der Westen
- Halbinsel Crozon
Auto und Verkehr
Wir haben uns für die Anreise in die Bretagne mit dem Auto entschieden. Grund hierfür war in erster Linie die Flexibilität sowie die Möglichkeit mehr Reiseutensilien mitzunehmen. Auch bezüglich kulinarischer Mitbringsel wollten wir uns nicht vom Reisegepäck am Flughafen einschränken lassen. Für eine Anreise aus Österreich sind zwar einige tausend Kilometer zurückzulegen, der Weg hat sich aber definitiv gelohnt. Die Hinfahrt wurde in 2 Etappen unterteilt: Etappe 1: Österreich – Stuttgart (7h) sowie Etappe 2: Stuttgart – Bretagne (12h). Laut Google Maps führt der schnellste Weg direkt durch Paris, Insider haben uns aber abgeraten diese Route zu nehmen, da einerseits mit massiven Staus zu rechnen ist und weil man andererseits eine Umweltzone passiert, für die eine entsprechende Plakette (Stand August 2021) benötigt wird. Solltet Ihr Euch dennoch für die Fahrt durch Paris entscheiden, informiert Euch rechtzeitig über die Umweltplakette – diese kostet zwar nicht viel, wird aber per Post zugestellt und sollte daher rechtzeitig vor Reiseantritt beantragt werden.
Maut auf französischen „Autobahnen“: In Frankreich gibt es ein breit ausgebautes Autobahnnetz bei dem für verschiedenen Etappen eine Gebühr entrichtet wird. In Summe haben wir von der deutschen Grenze (Saarbrücken) bis in die Bretagne um die 70€ pro Richtung für die Autobahn bezahlt. Innerhalb der Bretagne gibt es keine Autobahngebühren! Eine Alternative stellen die französischen Schnellstraßen dar. Zwar müsst Ihr hier keine Gebühr entrichten, dafür ist die Geschwindigkeit auf 100km/h begrenzt und ihr durchquert zahlreiche Ortschaften die mit entsprechender Ortsgeschwindigkeit passiert werden. Wir haben uns aufgrund der langen Anreise für die Autobahn entschieden, bei der Rückfahrt aber auch teilweise die Schnellstraßen ausprobiert. Für uns hat sich die Nutzung der Autobahn definitiv ausgezahlt.
Unterkunft und Fortbewegung
Die Unterkünfte wurden an für uns interessanten Knotenpunkten ausgesucht und fast ausschließlich über AirBnB gebucht. Grund hierfür waren einerseits die authentischen Unterkünfte, andererseits hatten wir hier auch die Sicherheit eines privat Parkplatzes für unseren PKW, welcher bei Hotels oft mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Vorweg: Ein PKW ist für die Fortbewegung in der Bretagne unbedingt erforderlich!
Wetter in der Bretagne
Am Atlantik gelegen und vom Golfstrom beeinflusst, kann das Wetter in der Bretagne sehr wechselhaft sein. Nehmt jedenfalls warme Kleidung mit bzw. zieht Euch mehrere Schichten an damit ihr Eure Kleidung je nach Wetterlage adaptieren könnt. Wir waren im August in der Bretagne: Bei Frühtau mit Fleecejacke aus der Unterkunft los, musste man sich am späten Vormittag Sonnencreme auftragen und hatte kurz darauf die Wanderung im T-Shirt fortgesetzt. Die Fleecejacke und etwas dünnere Softshelljacke waren unsere täglichen Begleiter.
Sprache und Kommunikation
Hinsichtlich der Kommunikation hatten wir bis auf sehr, sehr wenige Ausnahmen keinerlei Probleme. Dennoch empfiehlt es sich zumindest ein paar französische Basics, wie etwa die Zahlen 1-10 und auch ein paar Höflichkeitsformen, anzueignen. Damit seid Ihr für einen Einkauf auf dem Wochenmarkt schon sehr gut ausgerüstet.
Zwei Croissants, bitte! -> „deux croissants, s’il vous plaît!„
Typisch Bretagne
Wandern in der Bretagne / Wanderurlaub in der Bretagne
Der Weitwanderweg GR34: Nicht nur für begnadete Wanderer ist der GR34 empfehlenswert. Der GR34, auch Zöllnerpfad, führt entlang der gesamten bretonischen Küste, wobei bei einer kompletten Umrundung über 2000km zurückzulegen sind. Aufgrund der sorgfältigen Beschilderung (rot/weiße Markierungen) ist ein Einstieg bei sämtlichen Abschnitten möglich. Wir empfehlen Euch vorab des Trips ein wenig mit den Etappen des GR34 vertraut zu machen damit ihr Eure Wanderung(en) planen könnt: (https://www.bretagne-reisen.de/darauf-habe-ich-lust/wandern-in-der-bretagne/gr-34-der-zoellnerpfad/)
Marchés
In vielen Städten der Bretagne findet an bestimmten Tagen der Woche der typische Markt (Marché) statt. Angebot und Größe des Marktes unterscheidet sich je nach Ort. Ein typischer bretonischer Wochenmarkt umfasst neben frischem Gemüse und Obst auch Kleidung, Handwerkskunst, Käse oder Crepés Ständchen. Den größten Marché haben wir in Lannion erlebt, den authentischsten in Erquy. Informiert Euch am besten direkt Online, wann und wo der nächste Marché stattfindet, damit ihr dieses Erlebnis nicht verpasst – meist haben die Märkte nur bis Mittag geöffnet.





Cidrerien
Cidre, den leichten Apfelwein der Bretagne, bekommt man nicht nur in Restaurants und Bars. Besonders empfehlenswert ist es einer der zahlreichen Cidrerien einen Besuch abzustatten. Dort bekommt Ihr den Cidre quasi ab Hof, was nicht nur authentisch ist sondern sich auch gleich mit einer kleinen Besichtigung der Cidrerie verbinden lässt. Uns haben das Cider House The Bay (südwestlich von Erquy) sowie die Ciders Organic Domain Kerveguen (östlich von Guimaëc) besonders angesprochen.



Ausflug auf Inseln der Bretagne
Nördlich der Bretagne gibt es mehrere kleine Inseln, die ihr im Rahmen eines mehrstündigen oder eintägigen Ausflugs besuchen könnt. Dazu zählen beispielsweise die Île de Batz oder Île de Bréhat. Wir empfehlen Euch einen Ausflug auf die Insel entsprechend einzuplanen, da Ihr unter anderem von den Fährverbindungen abhängig seid.
Etappe 1 – 2 Nächte
Von Le Mont-Saint-Michel (Normandie) bis Cancale
Mont-Saint-Michel
Mont-Saint-Michel liegt in der Normandie, dennoch haben wir hier gestartet. Mont-Saint-Michel ist bekannt für seine gleichnamig auf dem Felsen thronende Abtei. Für einen Eintritt könnt Ihr das beeindruckende Bauwerk von Innen besichtigen, was mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann. Aus zeitlichen Gründen haben wir uns deshalb gegen einen Besuch entschieden, dennoch das beeindruckende Monument aus einiger Entfernung von Außen auf uns wirken lassen.

Cancale
„Austern in Cancale“– das war unser Bretagne-Auftakt! Je nachdem ob Ihr den frischen Meeresfrüchten etwas abgewinnen könnt, empfehlen wir Euch auf jeden Fall einen Stop im Hafen von Cancale. Hier gibt es frische und günstige Austern! Wir haben auf einem kostenfreien Parkplatz ober Cancale geparkt und sind dann in den Hafen spaziert. Schlendert am besten entlang der Promenade bis zum Marché aux Huîtres de Cancale. Die blau-weiß gestreiften Ständchen an denen die Austern angeboten werden, sind nicht zu übersehen. Die Austern werden vor euren Augen professionell geöffnet. Der Preis der Austern hängt von Art und Größe ab: 12 Austern mittlerer Größe gibt es schon ab ca. 7€. Den passenden Vin blanc findet man ein paar Stände weiter. Mit den Austern lässt man sich an der Promenade nieder und genießt diese Delikatesse. Nach dem Verzehr werden die Schalen, wie es für Cancale typisch ist, wieder zurück ins Meer geworfen. Also wundert Euch nicht über die Berge an Austern-Schalen in der Hafenbucht.






Pointe du Grouin
Weiter geht es zum Pointe du Grouin, dafür könnt Ihr beim „Departmental natural space of the Grouin” parken. Von hier aus spaziert man die Küste entlang in Richtung Pointe du Grouin. Für den kleinen Spaziergang zum Aussichtspunkt und zurück könnt ihr inklusive Fotostopps ca. 45 Minuten einplanen.


Etappe 2 – 2 Nächte
Von Cancale nach Erquy
Dinan
Unser Roadtrip hatte viele Höhepunkte, Dinan ist uns aber besonders positiv in Erinnerung geblieben. Die von einer Stadtmauer umgebene, mittelalterliche Stadt überzeugte uns vor allem aufgrund ihrer charmanten Bauwerke und Läden. Plant für die Besichtigung von Dinan 1-2 Stunden ein. Die kleinen Gassen verleiten jede Ecke zu erkunden. Wir empfehlen Euch den kostenpflichtigen Parkplatz „Place du marché“. Ausgehend vom Parkplatz könnt ihr z.B. nordöstlich über die „Rue Du Petit Fort“ zum Hafen von Dinan, den „Port de Dinan“ zu gehen. Eine Restaurantempfehlung unsererseits ist das la Fontaine du Jerzual, hier haben wir herrliche Crêpes & Galettes verspeist.





Erquy und Umgebung
Während die kleine Hafenstadt Erquy nach kurzer Zeit erkundet ist, solltet Ihr für die Umgebung mehr Zeit einplanen. Nördlich von Erquy erwartet euch eine wunderschöne Küstenwanderung die wir Euch auf jeden Fall empfehlen. Ausgehend vom Parking Pointe du Cap d’Erquy könnt ihr die Küsten entlang zum Cap D´Erquy und dann der Nordküste weiter in Richtung Osten folgen. Wir sind dann wieder über das Landesinnere zurück zum Hafen spaziert. Plant für diesen Hike genügend Zeit ein – die traumhafte Aussicht lädt zum Verweilen an zahlreichen Fotospots ein.
Erquy – Marché
Im Juli und August gibt es Montags von 17-20 Uhr einen kleinen Bauernmarkt in Erquy. Neben Baguettes, Käse, Pasteten und frischem Gemüse gab es bei unserem Besuch auch einen super Cidre. Da uns der Cidre so überzeugt hat sind wir dann noch direkt zur Cidrerie gefahren (Cider House The Bay) wo wir uns mit mehreren Kisten Brut eingedeckt haben.
Cap Frehel und Fort la Latte
Eine besonders schönen Küstenabschnitt findet ihr vom Plage de La Fosse bis Cap Frehel. Hier führt der GR34 mit teilweise schmalen Pfaden durch violettes und gelbes Heidekraut. Ausgehend von Cap Frehel geht der Zöllnerpfad dann weiter bis zu Fort la Latte. Dieser Abschnitt ist uns besonders touristisch in Erinnerung geblieben. Wir haben uns für eine Rundwanderung entschieden, die uns ausgehend von Plage de La Fosse über Cap Frehel und Fort la Latte über das Landesinnere wieder zum Ausgangspunkt gebracht hat.






Etappe 3 – 3 Nächte
Von Erquy in Richtung Côte de Granit Rose
Plougrescant
Plougrescant ist für das zwischen zwei Felsen stehende Haus Le gouffre de Plougrescant bekannt und relativ touristisch aufgezogen. Wenn man in der Nähe ist kann man einen Stopp einlegen – muss man aber nicht. Am Ende des Tages ist es einfach ein Haus zwischen zwei Felsen und dann doch irgendwie unspektakulär.
Côte de Granit Rose / Ploumanac’h
Im Vergleich zu den mit Heidekraut bewachsenen Regionen, bildet der rötliche Granit dieses Abschnittes einen besonderen Kontrast. Auch hier ist eine Küstenwanderung auf dem GR34 fast ein Muss. Aufgrund zahlreicher Touristen kann es in gewissen Bereichen etwas Gedränge gegeben. Ausgehend von einem öffentlichen Parkplatz (Ecke Bd Thalassa und Av. du Casino) in der Nähe des Plage de Trestraou in Perros-Guirec spazierten wir bis zum Port de Ploumanac’h. Es besteht auch die Möglichkeit an den „Hotspots“ zu parken, aber erst durch das Entlangwandern kann man die schöne Côte de Granit Rose richtig auf sich wirken lassen.





Lannion
Lannion ist eine Gemeinde mit rund 20.000 Einwohnern. Uns ist die Stadt aufgrund der netten Häuser im Stadtkern und den zahlreichen Restaurants und Bars sehr positiv in Erinnerung geblieben. Verglichen zu anderen Städten erschien uns Lannion nicht ganz so touristisch. Besonders empfehlenswert ist es die Stadt am Wochenmarkt zu besuchen. Mit Körben und Taschen ausgerüstet schwirren die Marktbesucher ausgehend vom Parkplatz (Parking Caerphillydie) in Richtung Stadtzentrum wo sich der Marché durch sämtliche Gassen zieht.
Beach Goas Lagorn
Ungefähr 15 Minuten Fahrtzeit westlich von Lannion befindet sich der Beach Goas Lagorn. Tipp: Muscheln mit Pommes Frites im oberhalb des Strandes gelegenen Restaurants. Im Restaurant Le Bar de la Plage gibt es verschiedene Variationen dieses Gerichtes, Meerblick inklusive. Wir empfehlen Euch einen Tisch zu reservieren und bis zum Essen einen kleinen Spaziergang am Strand einzulegen. Das typische Gericht mit Meerblick zu genießen war schon etwas ganz besonderes 🙂
Etappe 4 – 2 Nächte
Von Côte de Granit Rose in Richtung Roscoff
Roscoff und botanischer Garten
Zahlreiche irische Kennzeichen zieren die Nummerntafeln der parkenden Autos im Hafen von Roscoff – Nicht verwunderlich, denn hier gibt es eine Fährverbindung nach Cork. Die kleine Hafenstadt haben wir vor allem durch die stark frequentierte Touristenmeile wahrgenommen auf welcher es unter anderem zwei sehr empfehlenswerte Creperien gibt: „Crêperie de la Poste“ und die Creperie „La Parenthèse“. Nicht nur für an Botanik Interessierte empfiehlt sich ein Besuch des botanischen Gartens von Roscoff. Aufgrund des mediterranen Klimas in Roscoff sowie des „intelligenten“ Designs des botanischen Gartens – z.B. strategisch platzierte Felsen um vom Meer kommende Kalte Winde abzuhalten – gibt es hier eine vielfältige Vegetation zu bestaunen. Neben Palmen und Kakteen finden sich unzählige weitere Pflanzenarten. Plant für den Besuch rund 2 Stunden ein. Vor dem Garten befindet sich ein relative kleiner Parkplatz – wir hatten Glück und haben gleich einen Platz für unseren PKW gefunden.



Ile de Batz
Ausgehend vom Hafen von Roscoff gibt es eine Fährverbindung zur Ile de Batz. Wir haben direkt am kostenpflichtigen Hafenparkplatz in Roscoff geparkt um die Fähre nicht zu verpassen. Die Fährfahrt dauert um die 20 Minuten, sie dockt am Süden beim Touristenzentrum der Insel (Office de tourisme île de Batz) an. Direkt beim Fährhafen befindet sich noch ein Restaurant-Café welches Ihr für einen Kaffee nutzen könnt, danach haben wir zumindest entlang der Küste keine Einkehrmöglichkeiten mehr gesehen. Wir haben die Insel im Rahmen einer Küstenwanderung umrundet, diese verläuft relativ eben und dauert ungefährt 3 Stunden. Es besteht auch die Möglichkeit, direkt beim Hafen Fahrräder auszuborgen. Diese sollten vorab schon reserviert werden. Besonders schön fanden wir den Abschnitt im Osten welcher uns aufgrund des Farbspiels sehr beeindruckte.






Etappe 5 – 3 Nächte
Der Westen
Im Vergleich zur Nordküste, bietet die nordwestliche Küste der Bretagne viele schroffe Küstenabschnitte, welche nicht mehr ganz so farbenfroh wie im Norden sind. Dennoch haben wir einen sehr schönen Hike entlang der GR39 gefunden, welcher ausgehend vom Phare Saint-Mathieu entlang der Küste in Richtung Osten führt. An dieser Passage sind wir sogar in den Genuss gekommen Delfine zu erblicken.








Phare du Petit Minou
Ein beliebtes Fotomotiv stellt der „Phare du Petit Minou“ dar. Beachtet, dass ihr nicht direkt bis zum Leuchtturm fahren könnt. Es gibt einen kostenlosen Parkplatz nördlich des Leuchtturms. Von diesem Parkplatz gelangt ihr dann zu Fuß innerhalb von 15 Minuten zum ersehnten Aussichtspunkt.

Etappe 6 – 6 Nächte
Halbinsel Crozon
Crozon war für uns ein ganz besonderes Highlight. Hier hatte man zum krönenden Abschluss noch einmal alle Highlights der Bretagne auf «komprimierten» Raum. Wunderschöne Küstenwanderungen, ausgezeichnete Restaurants, nette Hafenstädtchen sowie Crêperien. Wir empfehlen Euch unbedingt beim Bretagne Urlaub die schöne Halbinsel zu besuchen um insbesondere den südlichen und westlichen Teil der Halbinsel erleben zu können. Tipp: Wir waren in der letzten Augustwoche auf Crozon und haben unsere Unterkunft für Crozon gut ein Monat vorher gebucht – zu dem Zeitpunkt war schon fast alles ausgebucht! Wartet bei der Buchung Eurer Unterkunft auf Crozon nicht auf den letzten Moment, das Kontingent ist begrenzt und es gibt sehr schöne kleine Ferienhäuser die sich äußerster Beliebtheit erfreuen.
Wanderliebhaber werden auf Crozon nicht zu kurz kommen da es zahlreiche schöne Küstenabschnitte des GR34 gibt. Uns haben vor allem die Abschnitte im Süden (Cap de la Chèvre) und Westen (Le Bout de la France) überzeugt. Wenn es die Zeit erlaubt, empfehlen wir Euch zumindest in mehreren Etappen vom Virgin Island’s Beach im Süden im Uhrzeigersinn bis Camaret-sur-Mer die Küste entlang den GR34 zu erkunden.






Camaret-sur-Mer
Wir waren in Summe 6 Nächte auf Crozon wovon wir drei Abende in Camaret-sur-Mer verbracht haben. Das kleines Hafenstädtchen lädt zu einem abendlichen Spaziergang an der Promenade ein. Das Städtchen hat auch einige Restaurants zu bieten: Neben frischen Meeresfrüchten findet man hier auch Muscheln mit Pommes Frites und Crêperien. Reservierungen sind hier vor allem in den Sommermonaten absolut empfehlenswert. Aufgrund der Auswahl an Restaurants hat es uns jeden Abend wieder nach Camaret-sur-Mer verschlagen. Es ist die Überlegung wert die Unterkunft in (fußläufiger) Nähe der Stadt zu wählen.





Morgat
Morgat ist ein kleines Stadtviertel mit Strand. Hier finden sich Souvenirshops und ein SuperU, aber auch eine der besten Crêperien, welche wir während unseren Trips besuchen durften. Bei Atao Aman kamen wir nicht drumherum Galette gefolgt von Crêpes als Nachspeise zu verspeisen 🙂
Fazit
Nachdem wir 18 Tage in der Bretagne verbracht haben sind wir von dieser schönen Gegend absolut begeistert! Die Region ist sehr facettenreich – je nach Euren Vorlieben könnt ihr Wanderungen absolvieren, die schöne Natur genießen, alte Städte besuchen, entlang Stränden flanieren oder Euch durch zahlreiche Speisekarten kosten. Auch für Camper ist ein Roadtrip absolut empfehlenswert, da es zahlreiche Campingplätze gibt. Rückblickend hätten wir nichts anders gemacht, wir empfehlen für einen Roadtrip entlang der bretonischen Nord- und Westküste aber mindestens zwei Wochen einzuplanen: Es gibt definitiv sehr viel zu sehen und es wäre sehr schade einige der Etappen aus Zeitmangel auszulassen. Crozon ist aus unserer Sicht ein absolutes Highlight, welches Ihr nicht verpassen solltet. Ein Aufenthalt von 6 Tagen wie wir ihn hatten ist nicht unbedingt notwendig, 3 Tage solltet Ihr für die wunderschöne Halbinsel aber schon planen.